• Ein junger Mann der einen Rugby Ball trägt, hält sich die Hand ans Ohr um besser zu hören
  • Junge Frau fasst sich an die Ohren
Initiative Hörgesundheit Audio Welle
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Initiative Hörgesundheit

Die Behandlung von Schwerhörigkeit in Deutschland erfolgt medizinisch und hörakustisch auf einem weltweit anerkannt hohen Niveau. Zudem kommen nach ärztlicher Verordnung die gesetzlichen Krankenkassen für eine Therapie mit Hörsystemen bis zur Höhe des gesetzlichen Festbetrages auf. Somit ist exzellente Hörversorgung bereits ohne Aufzahlung erhältlich. Dennoch machen viele potenziell mit einer Hörminderung lebende Menschen - vor allem im mittleren Lebensalter - keinen Hörtest und verzichten auf Diagnose und Therapie ihrer Schwerhörigkeit. Die Partner der Initiative Hörgesundheit setzen sich daher für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Bedeutung frühzeitiger Hörvorsorge und – im Falle einer Hörminderung – rechtzeitiger Hörversorgung ein.

Etwa ab dem 50. Lebensjahr setzt in der Regel die sogenannte Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) ein, eine Folge natürlicher Abnutzungserscheinungen der Sinneszellen im Innenohr. Der EuroTrak Hörstudie 2022 zufolge lassen sich 19% der Menschen in Deutschland, die nach eigener Einschätzung mit einer Hörminderung leben, nicht ärztlich untersuchen. Knapp ein Drittel der diagnostizierten Menschen mit Hörverlust verzichten auf eine Therapie mit Hörsystemen, obwohl sie diese ärztlich empfohlen bekommen haben. Die Folgen nicht diagnostizierter und nicht therapierter Schwerhörigkeit können vielfältig sein und körperlich, psychisch sowie sozial nachteilige Folgen haben. Eine flächendeckende Früherkennung könnte dem wirksam entgegenwirken.

Eine zentrale Forderung der Initiative Hörgesundheit lautet daher, gesetzlich Krankenversicherten ab dem 50. Lebensjahr eine regelmäßige Überprüfung ihres Gehörs durch den HNO-Facharzt als Vorsorgeleistung ihrer Krankenkasse anzubieten. Weitere Informationen zur Forderung finden Sie hier.

Unterstützen Sie uns dabei, Menschen im mittleren Lebensalter darüber aufzuklären und zu ermuntern, ihr Gehör testen zu lassen! Informieren Sie gemeinsam mit uns über die Folgen unversorgter Hörminderungen und leisten Sie so einen Beitrag für mehr Gesundheitsvorsorge!

EuroTrak Hörstudie Deutschland 2022

Die weltweit größte repräsentative Online-Befragung zur Hörgesundheit informiert seit 2009 über die Häufigkeit von Schwerhörigkeit, Therapieerfolge mit Hörsystemen und über die Folgen unversorgter Hörminderungen.

Ihre Ergebnisse liefern insbesondere Ärzten Hörakustikern, Therapeuten und Patientenorganisationen wertvolle Erkenntnisse für ihre Beratung von Menschen, die mit einer Schwerhörigkeit leben.

  • Kristine Lütke

    Mitglied des deutschen Bundestages (FDP) und Mitglied im Gesundheitsausschuss
    Hören ist Wahrnehmung, Teilhabe, Emotion. Deshalb sind ein guter Gehörsinn und eine gute Hörgesundheit sehr wichtig. Die Bedeutung der Früherkennung von Hörschäden, die Hörvorsorge und regelmäßige Hörchecks muss noch mehr ins allgemeine Bewusstsein rücken. Für alte wie für junge Menschen ist gutes Hören essenziell.
  • PD Dr. Jan Löhler

    Direktor Wissenschaftliches Institut für angewandte HNO-Heilkunde (WIAHNO)

    Das Hören ermöglicht zwischenmenschliche Kommunikation. Durch eine Schwerhörigkeit leidet aber nicht nur diese, sondern durch Umbauprozesse im Gehirn erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Demenzen, Depressionen und das Risiko zu stürzen. Daher ist die ärztliche Früherkennung einer beginnenden Schwerhörigkeit so wichtig.
  • Dr. Matthias Müller

    Präsident Deutscher Schwerhörigenbund e.V. (DSB)

    Der Hörgeschädigte und seine bestmögliche Versorgung mit Hörsystemen muss mehr in den Fokus gerückt und unsere Gesellschaft dadurch sensibler für Menschen mit Behinderung gemacht werden!
  • Eva Keil-Becker

    Vizepräsidentin der Europäischen Union der Hörakustiker e.V. (EUHA)

    Hörakustiker sorgen dafür, dass die Menschen sich (wieder) verstehen. Ich empfehle daher ein Mal im Jahr einen kostenfreien Hör-Check im Hörakustik-Fachgeschäft. Wir beraten auch zum Thema Tinnitus und helfen mit individuell gefertigtem Gehörschutz Ihr Gehör zu schützen.
  • Dr. Stefan Zimmer

    Vorsitzender des Vorstands beim Bundesverband der Hörsysteme-Industrie e. V. (BVHI) und Generalsekretär des Europäischen Herstellerverbandes EHIMA

    Hörvorsorge ist ein Teil der allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Spätestens ab dem 50. Lebensjahr sollte man sein Gehör regelmäßig überprüfen lassen, denn von einem intakten Hörsinn hängt mehr ab, als den meisten Menschen bekannt ist.

  • Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Zahnert

    Vorsitzender der ADANO, der Arbeitsgemeinschaft der DGHNO-KHC (Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.)

    Beginnende Schwerhörigkeiten sollten ernst genommen werden, weil auch gravierende Erkrankungen dahinterstecken können. Je frühzeitiger eine Behandlung erfolgt, desto besser sind die Ergebnisse. Der Weg zum HNO-Arzt bringt Gewissheit über das Ausmaß der Hörleistungseinschränkung und deren Ursachen.
  • Dr. Roland Zeh

    Präsident Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG)
    In der Selbsthilfe erleben wir täglich, wie wichtig gute Hörversorgung, aber vor allem auch der Austausch mit anderen Betroffenen ist. Die richtige Hörversorgung bringt den Menschen ein großes Stück Lebensqualität und Selbstständigkeit zurück. Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten bekommen Betroffene oft von anderen Betroffenen.
  • Dr. med. Frank Matthias Rudolph

    Vorstandsvorsitzender der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. (DTL)

    Ungefähr 90 Prozent aller Menschen mit einem chronischen Tinnitus sind von einer Schwerhörigkeit betroffen. Viele davon, ohne es überhaupt zu wissen. Dabei stellt eine optimale Versorgung mit Hörsystemen die Basis einer erfolgreichen Tinnitus-Bewältigung dar. Deshalb unterstützt die Deutsche Tinnitus-Liga e.V. die Initiative für ein Hörscreening ab dem 50. Lebensjahr. Das Erkennen und die Versorgung einer Hörstörung ist bei Tinnitus praktische Hilfe zur Selbsthilfe.

Aktivieren – Diagnostizieren – Therapieren: Hörvorsorge ab 50

Um Betroffene über den Nutzen einer rechtzeitigen Hörversorgung zu aufzuklären und die gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Risiken unversorgter Schwerhörigkeit zu mindern, fordert die Initiative Hörgesundheit, fachärztliche Hörtests ab dem 50. Lebensjahr als kassenfinanzierte Vorsorgeleistung einzuführen.
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